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  • AutorenbildClaudia Raute

Warum ich nicht die durchgeplante Autorin bin...


Bevor ich im März diesen Jahres (wieder) angefangen habe zu schreiben, kannte ich den Begriff

"plotten" allenfalls davon, Aufdrucke auf T-Shirts oder Sweatshirts zu bringen. :-)

Mittlerweile weiß ich, damit ist die Erstellung eines Handlungsgerüstes gemeint.

Viele Autorinnen erstellen vor dem Schreiben ihres Buches einen ausführlichen Plot.

Oft werden dabei schon sämtliche Kapitel und Szenen genau festgelegt, mit sämtlichen Handlungssträngen.

Das macht eine Menge Arbeit im Vorfeld, erspart dann aber beim Schreiben wiederum einiges an Denkarbeit, weil der Plan steht und man genau weiß, was als Nächstes passiert.

Bei meinem ersten Buch hatte ich zum Beginn (irgendwo zwischen 1998-2000) einen groben Plot.

Eigentlich waren es nur ein paar einfache Notizen in einem kleinen Büchlein und der Plan für den halben Roman. Dann endeten die Aufzeichnungen. Als ich dieses Jahr wieder angefangen habe zu schreiben, gab es keine Notizen mehr und nicht mal eine genaue Vorstellung, wie das Ganze enden sollte.

Ich schrieb einfach drauf los - Szene für Szene, so wie ich mir die Geschichte, das Leben der Protagonisten, vorgestellt habe. Das Finale stand für mich erst einige Seiten vor dem Finale ;-) fest.


Nun, bei der Fortsetzung war ich hoch motiviert, dieses Mal einen ausführlichen Plot anzufertigen, der mich bis zum Ende durchleitet. Aber es lief ungefähr genauso wie bei ersten Roman:

Ich hatte ein paar kurze Stichpunkte, was passieren sollte, bis ungefähr zur Hälfte des Buches - und dann war ich einfach nicht mehr in der Lage vorauszuplanen.

Ich liebe es, beim Schreiben frei zu sein, mich ganz darauf einlassen und selber überraschen lassen zu können, wie sich die Dinge, die Charaktere entwickeln. Ich schreibe nach wie vor von Szene zu Szene, oft ohne beim Schreiben genau zu wissen ,was in der nächsten passiert. Es gibt natürlich einen groben Plan, aber der lässt mir alle Freiheit mich zu entfalten. Ich bin also wohl kein Plotter. Was mir im Vorhinein viel Zeit der Planung spart, aber was natürlich hinten heraus etwas mehr Zeit kostet. Nachdem ich eine Szene geschrieben habe, weiß ich oft nicht genau, was jetzt als Nächstes passieren soll. Man muss ja immer das Ende im Blick haben - und die Zeit (die Seiten), die bis dahin gefüllt werden sollen. Das hat zur Folge, dass ich viel Zeit des Tages damit verbringe, mir die nächste Szene zu überlegen. Vorteilhaft dabei ist, dass man das natürlich wunderbar auch während der Hausarbeit machen kann. ;-) Ist mir dann einmal klar, was als Nächstes passieren soll, geht es ans Schreiben. Und das geht dann ungleich schneller als alle Überlegungen im Vorfeld. :-)


Vielleicht wird beim dritten Roman alles anders und ich entdecke doch noch das Plotten für mich, wer weiß.

Lassen wir uns überraschen.


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